Von insgesamt 219 eingereichten Anträgen wurden 29 ausgewählt. Zu den erfolgreichen Projekten zählen 5 von 35 eingereichten Verbundanträgen – darunter der VFH-Zukunftscampus.
Die Fördersumme beträgt voraussichtlich knapp 3,5 Mio. Euro. Sie steht noch unter dem Vorbehalt eines geprüften und von der Stiftung abgenommenen Finanzierungsplans.
Projektleitende Einrichtung ist die Technische Hochschule Brandenburg. Die Gesamtprojektleitung übernimmt Prof. Dr. Martin Schafföner, Dekan des Fachbereichs Informatik und Medien.
Diese Förderzusage ist für den VFH-Verbund ein starkes Zeichen der Anerkennung. Seit vielen Jahren arbeiten die Hochschulen im Verbund eng zusammen, entwickeln Lehre kooperativ weiter und gestalten Online-Studienangebote, die sich an den Anforderungen berufstätiger Studierender orientieren.
Mit dem VFH-Zukunftscampus soll diese Zusammenarbeit gezielt weiterentwickelt werden. Im Mittelpunkt stehen interdisziplinäre Zukunftsmodule, die große gesellschaftliche Herausforderungen aufgreifen und Studierende beim Aufbau von Future Skills unterstützen. Ziel ist es, Studierende noch besser auf dynamische berufliche, technologische und gesellschaftliche Entwicklungen vorzubereiten.
Ein besonderer Fokus liegt auf berufstätigen Studierenden. Sie bringen wertvolle Praxiserfahrung mit und können ihre Kompetenzen künftig noch stärker in Lehre, Projekte und Transferprozesse einbringen.
Der VFH-Zukunftscampus umfasst vier zentrale Entwicklungsbereiche: Zukunftsmodule zu gesellschaftlichen Herausforderungen, neue und flexiblere Lehrarchitekturen, eine stärkere Vernetzung mit Unternehmen sowie Assistenz- und Monitoringsysteme, die Studierende besser durch ihr Studium begleiten sollen.
Arbeitspaket 1
In der Ausgangsperspektive werden große gesellschaftliche Herausforderungen („Grand Challenges“) in den Fokus genommen und in interdisziplinären Zukunftsmodulen aufgegriffen. In diesen werden Future Skills vermittelt, mit denen Studierende konkrete und komplexe Problemstellungen aus der Praxis lösen und (als Berufstätige) ihr eigenes Wissen einbringen können. AP1 aktiviert also das Interesse und die Motivation für das Studium durch die Zukunftsmodule. Berufstätige Studierende werden dazu aktiviert, ihre Kompetenzen in die Lehre einzubringen.
Arbeitspaket 2
In der Hochschulperspektive wird untersucht, wie der Einsatz von Zukunftsmodulen die
bestehenden Lehrarchitekturen verändert und welche neuen Lehrarchitekturen ermöglicht werden. AP2
aktiviert insbesondere berufstätige Studierende dazu, die erweiterten VFH-Lernarchitekturen für ihre
akademische Bildung flexibel zu nutzen sowie Teilabschlüsse (Micro-Degrees) zu erwerben und für die
Karriereentwicklung zu nutzen.
Arbeitspaket 3
In der Unternehmensperspektive werden Instrumente entwickelt, um die Lehrarchitekturen durch
Anrechnung von beruflichen Kompetenzen durchlässiger zu gestalten und durch die Integration von
praktischen Fragestellungen mit der Unternehmenspraxis zu vernetzen. AP3 aktiviert Studierende dazu,
bestehende Kompetenzen aus der beruflichen Praxis in Studienleistungen umzuwandeln. Durch
Vernetzung mit den Unternehmen und weiteren Akteuren werden zudem aktuelle gesellschaftliche
Fragestellungen integriert und sichern damit die Attraktivität der Zukunftsmodule.
Arbeitspaket 4
Schließlich werden in der Studierendenperspektive neue Assistenz- und Monitoringsysteme
erprobt, die den Studierenden mehr Orientierung in den (neuen) Lehrarchitekturen bieten. AP4 aktiviert
dazu, besser durch die neu entwickelten Lernarchitekturen zu navigieren und das Studium erfolgreich
abschließen zu können.
Der VFH-Zukunftscampus umfasst vier zentrale Entwicklungsbereiche: Zukunftsmodule zu gesellschaftlichen Herausforderungen, neue und flexiblere Lehrarchitekturen, eine stärkere Vernetzung mit Unternehmen sowie Assistenz- und Monitoringsysteme, die Studierende besser durch ihr Studium begleiten sollen.
Damit möchte der VFH-Verbund Partizipation, gesellschaftliches Verantwortungsbewusstsein und Studienerfolg stärken, Micro-Degrees weiterentwickeln und die Zusammenarbeit mit Unternehmen weiter ausbauen.
Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg und auf die gemeinsame Umsetzung des VFH-Zukunftscampus im VFH-Verbund.
Pressemitteilung der Technischen Hochschule Brandenburg